Amerikanischen Faulbrut (AFB)

Die AFB ist eine bakterielle Brutkrankheit. Dabei handelt es sich im speziellen um die Bösartige Faulbrut, die durch Paenibacillus larvae ausgelöst. Im Vergleich zur Europäischen Faulbrut verläuft die Infektion durch die AFB schwer und kann zum vollständigen eingehen eines Bienenvolkes führen. Die Sporen des Bakteriums gelangt durch infizierten Honig in den Bienenstock, der entweder durch Räuberei eines infizierten Volkes eingetragen wird oder durch Honigreste im Abfall. Die Krankheit ist in Deutschland anzeigepflichtig und führt bei einer Infektion zur Errichtung eines Sperrgebietes um die Ausbreitung in dem Gebiet einzudämmen.

Sachen ist bis 2021 im AFB-Monitoring bei dem alle Imker in Sachsen auf eine mögliche Infektion hin untersucht werden sollen. Dabei werden Proben aus dem Futterkranz entnommen und mikrobiologisch von der Landesuntersuchungsanstalt untersucht. Aktuell gibt es im Vereinsgebiet (Dresden und Pirna) mehre Sperrbezirke in dem keine neuen Völker eingeführt oder aus dem Sperrgebiet ausgeführt werden dürfen. Eine Übersicht für Dresden findet man im Themenstadtplan von Dresden. Für den Landkreis Pirna werden die Informationen vom Veterinärdienst veröffentlicht.

Die Infektion kann entweder durch eine Sanierung des Bienenstands erfolgen oder durch komplette Auflösung des Volkes sowie anschließender Desinfizierung der Beuten. In Deutschland ist es nicht gestattet die Symptome der AFB mit Antibiotika zu bekämpfen, da Rückstände vom eingesetzten Antibiotika in den Bienenprodukten nachweisbar sind.

Eine Sanierung des Bienenstands erfolgt durch desinfizieren der Beuten mit heißer Natronlauge, „Kellerhaft“ der Bienen dem austausch aller eingesetzten Rähmchen. Erst nachdem alle Imker im Sperrgebiet „frei-gemessen“ wurden, d.h. keine akute Infektion mehr nachweisbar ist, wird der Sperrbezirk wieder aufgehoben.


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